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Geschichte des Bibelzentrums

1255

Barth erhält das Stadtrecht. Wie in vielen Städten Europas grassiert auch hier eine heimtückische Krankheit: Lepra. Da Leprakranke nicht mehr in der Stadt leben dürfen, entsteht vor den Toren der Stadt ein Hospital für sie, das Sankt-Georgs-Hospital.

1320

Erstmals wird das Objekt in der niederdeutschen Benennung Sankt-Jürgen-Hospital erwähnt. Zum Hospital gehören Hütten für die Kranken und ein Friedhof.

1390

Die gotische Kapelle Sankt Jürgen wird erbaut.

1630

Die Zahl der Leprakranken ist längst zurückgegangen, die Hütten verfallen. Während des Dreißigjährigen Krieges stürzt ein Teil der Kapelle ein.

1730

Es erfolgt ein Wiederauf- und Umbau der Kapelle zum Hospital mit Armenhaus. Auf den alten Grundmauern entsteht ein Fachwerkhaus mit 18 Kammern, die jeweils eine Wohnung darstellen. Großteils bewohnen Kranke diese Zimmer, später finden immer mehr Witwen hier Unterkunft, oft auch mit ihren Kindern.

1820

Der Friedhof wird geschlossen.

1850

St. Jürgen ist über zwei Etagen Wohnstätte. Eine St.-Jürgen-Stiftung ermöglicht lebenslanges Wohnen in diesem Haus, in das sich bedürftige Interessenten mit kleinen Geldbeträgen oder Wertgegenständen einkaufen können.

1985

Der Chorraum wird weiter als Gottesdienstraum genützt. Nach dem Auszug des letzten Bewohners befindet sich das Haus aber zum zweiten Mal in einem ruinösen Zustand.

1998

Nach 13 Jahren „Dornröschenschlaf“ kommt es zum ersten Spatenstich für den Umbau zum Bibelzentrum.

2001

Am Reformationstag (31. Oktober) findet die Einweihung des Bibelzentrums statt. Das alte Armenhaus ist nun Museum und Bildungsstätte.

2004

Auf dem Gelände entsteht ein Tagungshaus und Seminargebäude, das „blaue Haus“.

Wir bitten Sie um Ihre Mithilfe:
Zeitzeugen zur Geschichte des Bibelzentrums gesucht

Da, wo heute das Bibelzentrum Barth seine Besucher einlädt, entstand um 1320 das Sankt-Georg-Hospital. Eine wechselvolle Geschichte hat das Haus erlebt – vom Leprahaus über den Verfall beim dreißigjährigen Krieg bis zum Auf- und Umbau um 1730 zum Armenhaus. 1985 zog der letzte Bewohner von St. Jürgen aus. Nach dreizehnjährigem Dornröschenschlaf kam es 1998 zum ersten Spatenstich für den Bau des Bibelzentrums, das am 31. Oktober 2001 eingeweiht werden konnte.

Zum 20. Geburtstag des Bibelzentrums am 31. Oktober 2021 soll eine schriftliche und filmische Dokumentation über die „Zeit vor dem Bibelzentrum“ entstehen. Dafür bittet das Team des Bibelzentrums um die Hilfe von Zeitzeugen. Gesucht werden Fotos und schriftliche Überlieferungen, vielleicht sogar Filmschnipsel aus der Zeit vor 2001. Und so fragt das Team des Hauses: Wer kann sich erinnern, als die Oma oder Uroma, der Bekannte, ein Verwandter oder ein Freund hier in diesem Haus wohnte? Wer hat Fotografien aus dieser Zeit? Wer würde Erlebtes oder auch Gehörtes über die Zeit erzählen? Wer war Zeitzeuge, als in St. Jürgen Gottesdienste gehalten wurden? Wer hat den Umbau des Hauses zum heutigen Bibelzentrum verfolgt?

Wer über das Haus, über Freunde und Bekannte, über wahre und manchmal auch gut erfundene Geschichten berichten kann, wird gern von uns interviewt. Dabei entscheidet natürlich jeder Erzähler, ob er namentlich erwähnt oder lieber anonym bleiben will.

Nach dem ersten Aufruf zu diesem Projekt vor einem Monat meldeten sich bereits mehrere Bürger. Erste Texte sind eingetroffen, interessante Gespräche gefilmt, und die Fotosammler des Hauses können sich über spannende neue „alte“ Motive freuen.

Doch gewiss gibt es noch mehr zu berichten. Wer möchte bei der Bewahrung dieses wichtigen Stückes der Barther Heimatgeschichte helfen? Interessierte Bürger melden sich bitte entweder direkt im Bibelzentrum (Sundische Straße 52, 18356 Barth), telefonisch unter der Rufnummer 028231 77662 oder per Mail unter der Adresse info@bibelzentrum-barth.de.