Der Barther Bibelgarten

Pflanzenwelt & Christentum

Aktuelle Informationen in der Corona-Zeit:

BESONDERE ANGEBOTE FÜR ZUHAUSE UND UNTERWEGS

Das Barther Bibelzentrum wird hier weiterhin die digitalen Pforten weit geöffnet halten.  Auf unseren vier Bereichsseiten “Erlebnisausstellung“, “Bibel- & Rosengarten“, “Programme & Angebote” sowie “Niederdeutsch” finden Sie zuerst immer unser aktuelles Corona-Special. Danach lesen Sie unsere Informationen für das “Normalangebot” im Bibelzentrum Barth. Schauen Sie regelmäßig rein.



Die Rose der Woche

Hier finden Sie an jedem Mittwoch eine neue “Rose der Woche”.
Am 2. Dezember: Die “Rose St. Nicholas”

Na, liegt am 6. Dezember, am Nikolaustag, etwas in Ihrem Schuh? Über diese nette Geste freut sich jeder, nicht nur Kinder. Aber worauf geht der Brauch eigentlich zurück?

Anhand der Rose `St. Nicholas` (deutsch: St. Nikolaus, Heiliger Nikolaus) wird im Barther Rosengarten die Geschichte erzählt. Die Strauchrose mit ihren vielen rosa Blüten kam 1950 in den Handel. Es war ein Zufallssämling, gefunden in einem großen Garten in Richmond/England. Dort steht eine Vielzahl alter Rosen, deren Samen vor Ort keimen und hin und wieder interessante neue Pflanzen hervorbringen. Der Name des Gartens ist „St. Nicholas-Garten“, abgeleitet von einem sehr alten Gebäude gleichen Namens in Gartennähe. Das Gelände hat eine lange klösterliche Geschichte. Die Ordensleute werden Nikolaus geschätzt haben, wenn sie ein Gebäude nach ihm benannten.

Es lag nahe, einer in den „St. Nicholas-Gärten“ gefundenen Rose ebenfalls diesen Namen zu geben.

Wie bei so vielen Heiligen sind auch über den Heiligen Nikolaus nur wenige historische Tatsachen bekannt. Fest steht, dass es sich um Nikolaus von Myra handelt. Myra ist eine Stadt nahe Antalya in der Türkei. Dort war Nikolaus im 4. Jahrhundert Bischof. Geburts- und Todesjahr sind nicht genau überliefert, wohl aber der Sterbetag: Es war der 6. Dezember. Dieses Datum ist daher seit Jahrhunderten sein Gedenktag und wurde mit der Zeit zum allgemein bekannten „Nikolaustag“. Doch weshalb ist gerade der Gedenktag dieses Heiligen so in aller Munde? Die Antwort in Kurzfassung lautet: Er tat in seiner Funktion als Bischof viel Gutes, besonders den Kindern.

Die Not zwang damals manch arme Familie dazu, ihre jungen, heiratsfähigen Töchter zu verkaufen. Man heiratete damals sehr jung, mit 12 bis 14 Jahren. Eine Legende erzählt, dass Nikolaus, um Familien aus der Not zu helfen, heimlich Geld durchs Fenster oder den Kamin warf. Die darunter zum Trocknen hängenden Socken füllten sich. Dabei muss man sich einen Max- und Moritz-Kamin vorstellen. Wer eine Anschauung braucht: Reste eines solchen Kamins sind im Bibelzentrum vorhanden.

Hinter jeder Legende steckt eine Wahrheit: Vom historischen Nikolaus ist überliefert, dass er das von seinen Eltern ererbte Vermögen an Arme verteilte. In seinem Amt als Bischof setzte er sich temperamentvoll, aber auch diplomatisch für andere ein.

Seine menschenfreundliche und hilfsbereite Art wurde zum Inhalt von Theaterstücken, den „Bischofsspielen“. In diesem Spiel beschenkt Bischof Nikolaus die Kinder. Daraus entwickelte sich der Volksbrauch, den wir heute noch als Nikolaustag begehen. Seit 1555 gibt es ihn schon.

Lange Zeit war dieser Tag der eigentliche „Geschenketag“ in der Weihnachtszeit. Zur Reformation änderte sich das, da Luther die Heiligenverehrung nicht mochte. Er plädierte dafür, dass das Christkind am 25. Dezember Geschenke bringt. Der Nikolaustag hat sich jedoch als „kleiner Geschenketag“ bis heute erhalten.

Der heutige Weihnachtsmann ist eigentlich ein „Abkömmling“ des Nikolaus: In den Niederlanden hat er den Namen Sinterklaas, deutsch „Heiliger Klaus“. (Die Kurzform von Nikolaus ist Klaus). Er trägt dort einen weißen Bart und einen langen roten Mantel. Holländische Auswanderer nahmen diesen Brauch mit in die USA. Dort bekam er den Namen „Santa Claus“. Er bringt die Geschenke jedoch nicht zum 6., sondern am 25. Dezember. Er wurde zum „Weihnachtsmann“.

Die kalendarische und optische Wandlung des mittelalterlichen Heiligen Nikolaus zum heutigen Santa Claus ist beträchtlich. Aber ganz im Sinne von Nikolaus vom Myra steht im Mittelpunkt aller Bräche die Güte, das Beschenken. Am Nikolaustag wie auch zu Weihnachten.

Die nächste Rose der Woche folgt hier am 9. Dezember: Die Rose “Lichtkönigin”.


Das war die “Rose der Woche” am 4. November: “Martin Luther”.
Hier finden Sie den Erläuterungstext zur Rose “Martin Luther” (bitte klicken)


Das war die “Rose der Woche” am 11. November: “St. Martin“.
Hier finden Sie den Erläuterungstext zur Rose “St. Martin” (bitte klicken)


Das war die Rose der Woche am 18. November: Die Rose “Aschermittwoch”.
Hier finden Sie den Erläuterungstext zur Rose “Aschermittwoch” (bitte klicken).


Das war die Rose am 25. November: Die “Mini Eden Rose”
Hier finden Sie den Erläuterungstext zu Rose “Mini Eden” (bitte klicken) 



… und das bieten wir an, wenn das Bibelzentrum wieder geöffnet ist:

Unser Bibelgarten

Der mit viel Liebe zum Detail gestaltete Bibelgarten zaubert den Besuchern Freude und Überraschung in die Gesichter. Was hier wächst und blüht, hat einen biblisch-christlichen Bezug.

Optisch und inhaltlich gliedert sich dieser Garten in vier große Themengebiete: in der Bibel erwähnte Pflanzen, christlich geprägte Pflanzennamen, Symbolpflanzen und Pflanzen der Klostergärten. Informative Tafeln erklären die großen Zusammenhänge. Darüber hinaus ist jede Pflanze mit einem erläuternden Schild versehen. Etwa 150 Pflanzen lassen sich entdecken: von den „Lilien des Feldes“ und der „Jakobsleiter” über „Gottesauge” und „Madonnenlilie” bis zu „Weinraute” und „Judassilberling”.

Der 2017 eröffnete Rosengarten ist eine gelungene Erweiterung. 38 Rosensorten erinnern mit ihren Namen an Komponisten, Pfarrer, Heilige, Sänger und Personen aus Bibel und Kirchengeschichte. Die Edel-, Strauch- und Kletterrosen mit Namen wie „Martin Luther“, „Lichtkönigin Lucia“ oder „Gospel“ haben sich gut eingelebt.

Viele Besucher schwärmen: „Das Wort Paradies bezeichnet ja einen Garten. In Barth haben wir erlebt, warum das so ist.“



 

Klicken Sie auf die linke oder rechte Seite des Bildes, um weitere Fotos aufzurufen.

Partner des Bibelgartens Barth

Der Bibel- und Rosengarten des Bibelzentrums Barth wird auch auf diversen Gartenseiten Deutschlands erwähnt. Hier sind einige Links zu Partnern des Barther Bibelgartens:

Gartenroute MV
www.gartenroute-mv.de/m/

Offene Gärten in Mecklenburg-Vorpommern
www.offene-gaerten-in-mv.de

Parks und Gärten in Deutschland
www.parks-und-gaerten.de

Bibelgärten in Deutschland
www.bibelgarten.info

Themen-Führungen

Den Besuchern im Bibelzentrum Barth bieten wir Führungen in unseren Gärten an.

NIEDERDEUTSCHE PFLANZENNAMEN

Die vielfältigen Pflanzen in unserem Bibel- und dem Rosengarten haben natürlich auch einen niederdeutschen Namen. Klicken Sie auf den nachstehenden Link oder auf das unten stehende Foto und erfahren Sie alles über “uns Planten up Platt“.

Was Namen erzählen…

Buch stellt den Rosengarten in Barth vor

„Amazing Grace“ ist ein überall gesungenes geistliches Lied – Louis Armstrong, Elvis Presley und Johnny Cash haben es interpretiert. „Amazing Grace“ ist aber auch der Name einer stark duftenden und mit großen Blüten gefallenden Rose.

Georg Friedrich Händel, der Komponist, gehört zu den bedeutendsten Musikern der Geschichte. „Händel“ ist jedoch auch eine weiße Rose mit einem karmin-rosaroten Rand.

Sebastian Kneipp ist als heilkundiger Pfarrer weltweit bekannt geworden. Im Jahr 1997, Kneipps 100. Todestag, erhielt eine Rosenzüchtung seinen Namen.

Diese und weitere 35 spannende und originelle Geschichten haben die Diplom-Gartenbauingenieure und ausgebildeten Pflanzenzüchter Anette und Christian Lukesch in dem Buch „Der christliche Rosengarten in Barth“ aufgeschrieben. Sie hatten die Idee zum Rosengarten im Barther Bibelzentrum. Sie wählten die Rosensorten aus, planten und gestalteten die Anlage. Nun stellen sie in Wort und Bild alle 38 Rosensorten vor. Im Mittelpunkt stehen die Geschichten um die Namen der Rosen, auch auf die Sorteneigenschaften wird kurz eingegangen.

Das Barther Bibelzentrum (als Herausgeber der Broschüre) zeigt an vielen Beispielen, wie der christliche Glaube unser Leben, unseren Geschichtenschatz und unsere Bilderwelt hier in Mitteleuropa geprägt hat und bis heute prägt. Dies geschieht nicht nur in der multimedialen Ausstellung im historischen Hospitalgebäude, sondern auch im Freigelände, bei vielfältigen Veranstaltungen und nicht zuletzt im Bibelgarten.

Der Christliche Rosengarten, von dem in dem Buch die Rede ist, ergänzt seit 2017 den Bibelgarten um ein weiteres Thema. Vorgestellt wird die Rose in ihrer Vielfalt, Schönheit, mit ihrem Symbolgehalt und ihren Sortennamen.

Von Alleluja über Elvis und Mayflower bis zu „The Pilgrim“ reicht die interessante Lektüre, umfangreich bebildert und mit so mancher Anekdote versehen.

Die Broschüre „Der christliche Rosengarten in Barth – Was Namen erzählen“ ist im Shop des Bibelzentrums Barth erhältlich. Da das Bibelzentrum im Moment wegen der Corona-Situation geschlossen ist, können Sie Ihren Kaufwunsch telefonisch mitteilen (038231 77662).